Kurztrip nach Portugal

Eine Woche vor Palmsonntag begab sich folgendes denkwürdiges Ereignis:

Dienstag, 15.3.16 – 15:07

Das Telefon klingelte – eine Freundin rief an und bekundete Interesse an einer Teilnahme an einer Trainingsstunde Akrobatik. Nebenbei erwähnte sie, dass sie am kommenden Samstag plane, mit ihrem fahrbaren Zuhause nach Portugal zu fahren. Da dem ganzen positiv gesonnen, schlug sie mir vor, dass ich, wenn ich Lust haben würde, gerne mitkommen könnte. Hätte noch bis Freitag Zeit mich zu entscheiden..

Freitag, 18.3.16 – 17:45

Lange genug überlegt.. die Verlockung, in den Süden und damit dem Frühling entgegen zu fahren, ist zu groß .. ich komm mit..

Samstag, 19.3.16

Ein Tag zieht ins Lande, steh gepackt in den Startlöchern –  nichts passiert.
Spätnachmittags ein Anruf: Verschiebung aus privaten Gründen auf den nächsten Tag..

Sonntag, 20.3.16 Palmsonntag

Es geht los .
Was dann passiert, erspar ich euch in der Langfassung..
Die Kurzfassung  ist folgende :
Geplant ist anfangs, in 3-4 Tagen bis Lisabon zu kommen, dann baldmöglichst weiter an den Strand südlich davon.. ( wer zwischen den Zeilen lesen kann, wird hier bei dem eingefügten „anfangs“ sich schon ausmalen können, wohin die Reise geht… )

1.Tag
Abreise gegen 16:44 von Regensburg
Ankunft des Nachts irgendwann nahe Freiburg in einer supernetten WG
( Bilder poste ich hier aus Privatsphäregründen mal nicht, obwohl sie es wirklich wert wären, da ein ehemaliges Betriebsgelände zu bewohnen schon eine etwas ungewöhnliche Wohnmöglichkeit darstellt. )

2. Tag
Shoppingtour durch Freiburg – Abreise gegen 16:00

IMG_053419

Kaiserstuhl voraus..

 

Kommen bis irgendwo nordwestlich von Clermont-Ferrand.
Die erste Krise bahnt sich an, nachdem das Mobil – nachts um 3 – auf der Suche nach ´nem Schlafplatz, beim Rückwärtseinparken gekonnt in einem Straßengraben versenkt worden ist… Zum Glück treffen wir ´nen netten deutschen Freak, der uns mit seinem Van wieder raushilft.

3.Tag
Was dem Weiterkommen nicht weniger förderlich ist, ist die mir nicht ganz unbekannte Angewohnheit, der auch die 2 Mädels fröhnen ; durchschnittlich bis 14:00 Nachmittags durchzuknäcken.. Von daher schaffen wir es dann an diesem Tag noch bis
Soorts-Hossegor an der französischen Atlantikküste.

4.Tag

Es geht weiter.. Nach stilgerechtem & gemütlichem französischen Frühstück nehmen wir gegen 17:00 Lissabon in Angriff und schaffen es dann tatsächlich am 5.Tag, nach durchgefahrener Nacht, in den Morgenstunden am Cais do Sodre „anzulegen“..

Hier an dieser Stelle ein paar Impressionen aus Lissabon, die es wahrscheinlich auf die ein oder andere Weise schon auf Hunderten anderer Reiseblogs geben dürfte.

 

In Lissabon sind mir neben den Pastelarias ( Konditoreien ), irgendso fragwürdigen Restaurants im Barro Alto, wo die Ober vor der Tür stehen und einen überreden wollen, dass man sich sein Essen gefälligst zu lauter Live-Musik reinziehen soll, was sich dann Fado nennt, vor allem die vielfältigen Muster der Fliesen aufgefallen, die die Häuserfronten schmücken. Hier mal ein paar Beispiele für dich, Rena 😉

 

nicht nur schöne Fliesen, auch schöne Streetart läßt sich in Lissabon überall finden..

 

Tag 8

Am Sonntag Abend gings dann, nachdem unser Grüppchen noch spontan Zuwachs bekam, weiter gen Süden .. An die Algarve – genauer : nach Raposeira und von dort aus an den Strand Praya Engrina & Barranco . Beides sind recht kleine, eher fürs Surfen geeignete Strände, die inmitten wunderbarer Natur liegen. eine rauhe Klippenlandschaft mit auf den ersten Blick rel. eintöniger Vegetation:

Was vorherrscht sind

  • Zistrosen,
  • wilder Lavendel,
  • Rosmarin

darunter versteckt sich aber auch eine imposante Blütenpracht, die derzeit hervorbricht und es nicht lassen konnte, ihre Köpfe vor meine IXUS zu schieben.

 

Um auch einen kleinen Eindruck von der Umgebung zu vermitteln – Voilà :

 

 

Eine Woche Sonne, Meer, Küstenwanderungen, portugisischer Frühling.
Läßt sich aushalten. Der Campingplatz war zwar wunderschön am Rande eines großen Naturschutzgebiets gelegen, aber so eine Lage bringt natürlich auch Nachteile mit sich. Insbesondere wenn man ohne motorisierten Untersatz unterwegs ist.


Wieso das auf einmal.. ?! Grad war der doch noch in ´ner Gruppe mit Bus unterwegs..!? Tip : lies mal die Bildunterschriften im letzten Album..


Von daher startete ich dann am Samstag mal relativ früh mit BigThumb-Tours gen Raposeira und bekam kurzerhand drauf gleich einen Lift nach Lagos. Jeroen, ein netter junger Holländer, der auf dem Weg zum Frequency Festival war, nahm mich bis Lagos, meinem Tagesziel mit. Dort schaute ich mir die Märkte und die Stadt an und beschloss, die nächsten Tage, zumal der Wetterbericht für Montag Regen versprach, dort zu verbringen.

So war´s dann auch . Der Montag zog ins Lande, und ich war froh, dass ich trockenen Zeltes in einer netten Hostel mit klasse WLAN Zuflucht gefunden hatte. Ein Tag, perfekt um ihn in die Matratze zu drücken. ein bisschen surfen, ein bisschen shoppen, ein bisschen Essen gehen und schwupps war´s auch schon Dienstag und das Wetter klarte wieder auf.

Also nochmal eine kurze Fotosafari zu den umliegenden Stränden, Murals und sonstigen Sehenswürdigkeiten wie bsw. den lokalen Sklavenmarkt. seht am besten selbst :

Am darauffolgenden Tag ging ´s dann auch schon wieder zurück nach Deutschland.

 

beim letzten Bild hab ich übrigens ganz bewußt „uns“ geschrieben.. Hab im Bordingbereich noch einen Transition-Mitstreiter aus Regensburg getroffen, dem, so wie er mir erzählt hat, interessanterweise ein Jahr davor das Gleiche mit der gleichen Frau passiert ist. Noch dazu am gleichen Platz.. strange, strange, strange..

 

 

Nu denn. das war auch schon mein Kurztrip nach Portugal..

 

 

 

Fazit : wieder was gelernt ..

  • fahr nicht mit Menschen in den Urlaub, die du nur so halb kennst, auch wenn sie nen verlockend großen Freakbus haben, in dem man verlockend-toll-viele Sachen wie Geige, Bücherei, etc. … mitnehmen könnte – Sie könnten sich nämlich als übellaunige Trantüten entpuppen und dann hilft es auch gar nix, all die Sachen für gemeinsame Aktivitäten mitgenommen zu haben
    seine Sachen ( in diesem Fall 28kg ) muss man nachher nämlich immer noch heimbekommen.
  • Portugal is ganz ok. man muss nicht mal sonderlich gut portugisisch sprechen können, da fast wirklich jeder – im Gegensatz zu Spanien – Englisch kann ..
  • Algarve is die Landschaft – Agave is das Gewächs – und haben nichts gemeinsam, ausser das die Eine in der anderen wächst.
  • der Atlantik is scheisskalt  – auch da unten..

PS: jo.. Teil III – Rumänien steht noch aus.. reich ich demnächst mal nach..
hatt ich irgendwie die letzte Zeit keine Lust drauf.

 

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.